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Für eine Politik, die Klimaschutz an erste Stelle setzt

Die komplexe Funktion unseres Weltklimas macht das Leben auf der Erde erst möglich. Deshalb sind die Auswirkungen auf uns Menschen, wenn wir anfangen, dieses fragile System zu beeinflussen, auch so gravierend. Innerhalb der letzten Jahrzehnte haben wir es geschafft, mit unseren Treibhausgasemissionen eine Erwärmung des Erdklimas um 1°C herbeizuführen und wenn das so weiter geht, hat sich unser Planet bis zum Ende dieses Jahrhunderts um mehrere Grad erwärmt. Unser Leben auf der Erde wie wir es kennen, wird dann nicht mehr möglich sein. Deshalb halte ich es für verantwortungslos, die Eindämmung der Klimakrise politisch nicht an erste Stelle zu setzen. Wenn wir jetzt nicht umsteuern und unser Wirtschaftssystem zukunftsfähig und CO2-neutral zu machen, dann haben wir als politische Generation versagt. Ich möchte mich einsetzen für eine wirksame CO2-Steuer, die umweltfreundliche Lebensweisen verhältnismäßig günstiger macht einsetzen und für ein Energiegeld, das die Einnahmen dieser Steuer an alle Bürgerinnen und Bürger gleichmäßig zurückgibt. So profitieren die, die wenig CO2 ausstoßen.

Für Landwirtschaft, die unsere natürlichen Lebensgrundlagen schützt

In den letzten 30 Jahren ist die Masse der Fluginsekten in Deutschland um 75% zurückgegangen. Diese allarmierende Zahl ist ein Aufruf an alle von uns, die Art und Weise, wie wir Landwirtschaft betreiben zu überdenken und umweltfreundliche Betriebe zu unterstützen.

Auf europäischer Ebene können wir sehr viel tun, um das Artensterben zu stoppen. Die europäischen Subventionen müssen an Konditionen geknüpft werden, die echten Naturschutz bedeuten und nicht einfach nur bedingungslos pro Fläche ausgezahlt werden. Mit einer grünen Landwirtschaftspolitik können wir viele Probleme auf einmal angehen: Momentan exportiert die EU Nahrungsmittel in viele afrikanische Länder und drängt durch die subventionierten Preise die Bäuerinnen und Bauern von den lokalen Märkten. Mit einer Politik, die auf Qualität statt Quantität setzt, können wir Tiere schützen, Sojaimporte aus Südamerika, die dort die Lunge unserer Erde zerstören, stoppen, gesündere Lebensmittel essen und das Klima schützen.

Für gerechte Handelsbeziehungen, die strukturelle Nachteile berücksichtigt

Die Art und Weise wie wir Handelsverträge gestalten, beeinflusst die Lebensrealitäten von Millionen Menschen außerhalb Europas. Momentan arbeiten beispielsweise so viele Kinder in der Kakaobranche in der Elfenbeinküste und Ghana, wie es Erst-und Zweitklässler*innen in Deutschland gibt.

Ich möchte mich für fairen Handel einsetzen. Es darf meiner Meinung nach kein Luxus sein, keine Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen zu begehen. Deshalb: Fairtrade für Alle! Soziale und ökologische Standards müssen verbindlich und einklagbar in allen Handelsverträgen verankert werden. Lasst uns die Lebensverhältnisse auf unserer Erde angleichen, damit jeder Mensch auf der Welt ein würdevolles Leben führen kann und weder durch den Klimawandel, noch durch Ausbeutung oder Perspektivlosigkeit zur Flucht gezwungen wird!

Für ein Recht auf Reparatur

Ist dir das auch schon mal passiert, dass dein Laptop, deine Waschmaschine oder sonstiges elektrisches Gerät kurz nach der Garantiezeit kaputtgegangen ist und du es nicht reparieren konntest oder die Reparatur teurer gewesen wäre als der Neukauf? Das nennt nicht geplante Obsoleszenz. Unternehmen gestalten ihre Produkte oft so, dass sie geplant kaputt gehen und das ist meiner Meinung nach ein riesen Verbrechen an allen Verbraucherinnen und Verbrauchern. Außerdem produzieren wir unnötige Mengen an Müll und verschwenden Ressourcen und Energie.

Ich will mich stark machen für ein Recht auf Reparatur, das Unternehmen dazu verpflichtet, wie früher Reparaturpläne und Ersatzteile langfristig zur Verfügung zu stellen. So setzen wir Anreize für Unternehmen, Produkte so zu designen, dass sie möglichst lange halten. Klingt gut? Dann wähl‘ GRÜN 🙂